ST_Header0615_V3.jpg

Wann Nachhilfe bei einem Blackout hilft und wann nicht

Sehr häufig kommen Eltern mit ihrem Kind in die Praxis und sagen: „Wir verstehen das nicht, wir haben so viel Zeit und Geld für Nachhilfe investiert und mein Sohn war so gut vorbereitet. Am Abend sind wir den Stoff sogar noch mal gemeinsam mit ihm durchgegangen und er hat ihn prima beherrscht. Trotzdem hat er in der Klassenarbeit kein gutes Ergebnis erzielt, woran liegt das?

Wir unterscheiden Lampenfieber von Prüfungsangst. Lampenfieber heißt aufgeregt zu sein. Das ist gut und bringt in Konzentration. Das Kind hat die Sache im Griff.
Ein Blackout ist eine Steigerung des Lampenfiebers und blockiert den Zugang zum Wissen. Meist geht er mit Angstreaktionen wie schwitzen, Herzklopfen, zittern usw. einher. Das kann sich schlimmstenfalls über die Dauer der Prüfungszeit erstrecken und das Wissen kann nicht abgerufen werden. Es handelt sich um eine unbewusste und reflexhafte Reaktion aus dem Stammhirn.    

Woher kommt das?
Zu Hause ist das Kind in einer stressfreien gewohnten und sicheren Umgebung. Hier hat es Zugang zu seinem Wissen. Geht das Kind in die Schule verlässt es den "sicheren" Ort. Die Schule, das Klassenzimmer, die Prüfungssituation, der strenge Blick vom Lehrer, Ärger mit Mitschülern, schwierige Aufgaben, all das kann Stress und letztendlich einen Blackout verursachen.  

Fazit:  
Das Kind hat zu seinem Wissen in der Situation der Klassenarbeit keinen Zugriff, das ist das Thema. Besser ist es einen Fachmann/frau zu rate zu ziehen, der/die die Blockaden lösen kann. 

Ausnahme: 
Das Kind hat keinen blassen Schimmer vom Thema. Blanck in eine Prüfung zu gehen, kann die Ursache für einen Blackout sein. Und richtig ja, hier würde ich Nachhilfe und Lernen durchaus passend finden. 

Schmerzen - Das limbische System und die Werkstatt der Gefühle


Schmerzen können viele Ursachen haben und müssen vom Arzt abgeklärt werden.

Was aber tun, wenn Schmerzen auftauchen, dessen Ursache sich nicht eindeutig zurückzuführen lässt? Meist beginnt für die Patienten eine lange Suche nach Linderung. 

Vereinfacht gesagt sind die Nervenzellen im Gehirn durch Synapsen verbunden und das Schmerzsignal landet im limbischen System. Für die Stärke der Schmerzen ist der vordere Teil des Gehirns unter der Stirn zuständig, der präfrontale Kortex. Das Schmerzerlebnis wird hier verstärkt oder abgeschwächt.

Das limbische System kann man sich übertragen gesehen, auch als die: „Werkstatt der Gefühle“ vorstellen. Durch Hypnose kann zum Beispiel in der Trance ein anderer Zugang zu den schmerzauslösenden Themen gefunden werden, diese können neu bewertet und Schmerzen können so gelindert oder gar ausgeschaltet werden.

Schmerzen können persönliche Geschichten erzählen über: Drill, Überanstrengung, bedingungslosem Gehorsam, Trauer, Unfall, exzessiven Sport, Trauma und bei chronischem Schmerz kann es auch die Suche nach dem Sinn im Leben sein.

Durch eine andere Sichtweise kann man den Schmerz als ein "Signal der Seele" sehen. In der Hypnose kann man den Schmerz umdeuten, um handlungsfähig statt ausgeliefert zu sein und Freude statt Leid zu empfinden.

Ist Hypnose gefährlich?

Wenn ich mit Klienten das erste Mal telefoniere, haben viele einen Heidenrespekt vor dem ersten Besuch der Hypnosesitzung.
Was passiert da mit mir, bekomme ich das mit, was du mit mir machst?
Kontrollierst du da meine Gedanken?
Gebe ich mein Bewusstes an der Tür der Hypnosepraxis ab?
Ist das unheimlich?
Wie fühlt sich das im Körper an?

Dazu muss man wissen, dass sich jeder gesunde Mensch im Alltag häufig in einem hypnoseähnlichen Zustand befindet, zum Beispiel dann, wenn er körperlich anwesend, aber geistig abwesend ist.

Das ist dann der Fall, wenn:
Du gerade aufwachst sind und noch gar nicht so ganz da bist.
Du auf der Fahrt in der Bahn ein spannendes Buch liest und unbewusst wie von weiter weg registrierst, dass die Türen im Zug sich öffnen und schließen.
Wenn ein Schüler teilnahmslos in der Klasse sitzt, das Gesagte an ihm vorüber zieht und er nichts vom Unterricht mit bekommt

Der Zustand (Trance/Alpha-Zustand) wird in der Hypnosesitzung künstlich, meist durch die Stimme des Hypnotiseurs und durch Hypnosemusik im Hintergrund erzeugt.
Der optimale Zustand ist erreicht, wenn sich der Klient mehr ruhig, sicher wohl und geborgen fühlt.
Meist verändert sich das Körpergefühl.
Arme und Beine können sich schwerer oder manchmal auch leichter anfühlen.
Häufig tritt ein Kribbeln auf und ein angenehmes Gefühl von Wärme.
Der Körper ist entspannt. Ein entspannter Körper kennt keine Angst.
Angst und Entspannung schließen sich gegenseitig aus.
Deswegen kann es dem Klienten gelingen ein Thema, oder ein einschneidendes Erlebnis aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Neue Möglichkeiten und Denkansätze können sich mit Hilfe eines kompetenten Hypnotherapeuten erschließen.

Nach der Arbeit in der Hypnose wird der Klient wieder sicher ins Hier und Jetzt gebracht (aufgeweckt). Eine Hypnosesitzung ist wie ein intensiver Schlaf.

Grundsätzlich darf die Hypnose bei jedem gesunden Menschen angewendet werden und bei folgendem Personenkreis nicht angewendet werden, mehr unter 

Bist du emotional intelligent? 


In meinen nächsten Blogs möchte ich dir aufzeigen, warum die emotionale Intelligenz für deinen persönlichen Erfolg langfristig ausschlaggebend ist. Jeder normale Mensch besitzt sie, doch nicht jeder nutzt sie. Das Beste ist, sie ist erlernbar.

Wie du weisst, gibt es eine logische Hälfte im Gehirn die analytisch und im Detail arbeitet und eine kreative Hälfte die das große Ganze sieht und Zusammenhänge erkennt. Bei Menschen mit einem hohen IQ kannst du davon ausgehen, dass die logische Gehirnhälfte große Fähigkeiten aufweist. Bei einer Aufgabe löst die linke Hälfte das Problem anders als die rechte. Perfekt ist, wenn beide Gehirnhälften gut miteinander kommunizieren, denn durch eine intelligente Vernetzung der Fähigkeiten von linker und rechter Gehirnhälfte können sehr gute mentale Leistungen erzielt werden.

Ist jemand emotional intelligent, dann heißt das, dass jemand mit Emotionen gut umgehen kann und diese für sich nutzen kann. Die Steuerzentrale der Emotionen ist das limbische System und es beeinflusst auch unser Gedächtnis und den Antrieb.

Bestimmt kennst du Menschen die dich aus einem dir unerklärlichen Grund anziehen. Du kennst sie kaum und hast das Gefühl sie interessieren sich für dich, wenn du mit ihnen ins Gespräch kommst. Sie lassen dich ausreden, sind empathisch und offen und bewerten nicht gleich. Sie sind einfach im Hier und Jetzt mit dir im Gespräch und interessieren sich für deine Denkweise.

Ziemlich sicher hast du es mit einem emotional intelligenten Menschen zu tun. Sie freuen sich auf Austausch und sind offen für Neues. Sie lernen durch Begegnungen sind neugierig und finden dadurch für sich und andere Lösungen.

Mein Tipp:
Um diese Neugierde zu trainieren mache öfter mal was Unerwartetes und übe dich darin spontan zu sein. Lasse Raum dafür und plane deinen Tag nicht von vorne bis hinten durch. Führe ein Gespräch mit einem wildfremden Menschen. Berichte mir gerne was du erlebst.

Eine Stabile Bezugsperson macht stressresistent und erleichtert das „Nein“ sagen

Wie wir wissen bekommt das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten Muttermilch nicht nur in Form von Nahrung, sondern auch als Schutz gegen Krankheiten. Außerdem entsteht zwischen Mutter und Kind eine neue Form von Beziehung durch neue körperliche Nähe, nämlich durch das Stillen. Es bilden sich Hormone, die Mutter und Kind glücklich machen.

Weiter ist der wichtigste Schutz der Kinder, um sich gegen Stress zu wappnen, wenn Sie von mindestens einer beständigen Bezugsperson über einen längeren Zeitraum eine verlässliche Bindung entwickeln konnten. Das können, müssen aber nicht die Eltern sein, sondern kann auch Oma, Opa oder Tante sein.

Entscheidend ist weiter, ob das Kind respektvoll behandelt wurde und es Dinge selbstständig tun durfte. Wenn diese dann noch mit Erfolg gekrönt waren, wird das Selbstbewusstsein gestärkt. 
Menschen die diese Erfahrung machen durften trauen sich auch mal „Nein“ sagen und lassen sich nicht zu viel aufhalsen.