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Hypnotherapie Glossar

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A

Affirmation: Ist eine positive Statusmeldung meist in der Ich-Form, die im Stillen wiederholt wird, damit sie sich einprägt. z.B.: „Ich bin vollkommen gesund“! oder „morgens bin ich stets frisch und munter“!

Agoraphobie: Platzangst oder Angst vor bestimmten Orten.

Alpha-Zustand: ein Trancezustand, oder Entspannungszustand wie kurz nach dem Aufwachen

Altersprogression: Ein positives Vorwegnehmen einer Situation in der Zukunft während der Hypnose, z.B. bei Prüfungsangst bereits die Prüfung bestanden zu haben.

Altersregression: Zurückgehen in der Zeit und in diese Empfindungen, um mit Ressourcen den Lebensabschnitt ertragbarer und schöner zu gestalten.

Amnesie: Gedächtnislücken, durch fehlenden Zugriff auf Erinnerung.
Angststörung generalisierte: Plötzlich aufkommende Angst, ohne erklärlichem Grund, Ursache, oder Situation.

Angst bzw. Angststörungen: Eine über den Schutzmechanismus hinaus verselbstständigte Angst, mit teils heftigen Alarmsignalen.

Anker: Kann gesetzt werden um ein Gefühl, oder eine Emotion abrufbereit zu machen.

Assoziiert: In einem Zustand oder einer Situation zu sein.

Autogenes Training:
Ist eine Form der Selbsthypnose um das Autonome Nervensystem zur Ruhe zu bringen und damit den ganzen Organismus, sowie die Psyche.

Autonomes Nervensystem:
Alle Prozesse die automatisch in unserem Körper ablaufen, wie z.B. die Atmung.

Autosuggestion: Eine sich selbst gegebenen Suggestion, um die eigene Wahrnehmung oder das Verhalten zu beeinflussen.

B

Bewusstseinszustand veränderter: Vom normalen Wachzustand in einen tieferen Zustand in die Trance fallen.

Brücke kataleptische: Durch Muskelanspannung die durch die Hypnose hervorgerufen werden kann, ist der gesamte Körper steif wie ein Brett. Oftmals wird dies in Showhypnosen demonstriert.

D

Dentalphobie: Auch Oralophobie, bzw. Angst vor dem Zahnarztbesuch.

Dissoziation: Betrachtung aus einer andern Perspektive. Von außen auf eine Situation blicken.

Dysmorphophobie: Der Körper oder Körperteile werden als entstellt wahrgenommen

E

Empathie: Sich in Gedanken und Gefühle des anderen hineinversetzen zu können

Endorphine: Glückshormone

Erickson Milton H.: Begründer der Hypnotherapie

Erlernte Hilflosigkeit: Ist eine Reaktion auf nicht kontrollierbare einschränkende Ereignisse.

Evolutionspädagogik®: Ist ein von Ludwig Koneberg (Institut für Praktische Pädagogik I.P.P.©, München) und Silke Gramer-Rottler entwickelter und in der Praxis erprobter Ansatz, der auf aktuellen Erkenntnissen der Gehirn- und Lernforschung beruht. Diese neuesten Erkenntnisse verbindet die Evolutionspädagogik mit der allbekannten, von Charles Darwin (1809-1882) wissenschaftlich fundierten Evolutionstheorie.

Evolutionspädagogik® Methode: Mit der Methode der Evolutionspädagogik® ist man in der Lage, schnell bei Stress bzw. Lern- und Verhaltensproblemen zu helfen.

F

Fremdhypnose: Hypnose durch den Therapeuten

Frustration: Eine ausbleibende Bedürfnisbefriedigung, die Wut, Erregung oder Enttäuschung hervorruft.

Gegenübertragung: Emotionen die unbewusst auf den Therapeuten übertragen werden

Gehirnhälfte linke: Ist für Sprache. Logik, Organisation, Planung und Struktur maßgeblich.

Gehirnhälfte rechte: Ist für Kreativität, visuelle und räumliche Fähigkeiten maßgeblich.

Glaubenssatz: Überzeugungen und Realisierungen einer Person aufgrund der Lebenserfahrung, sowie der Art zu leben und dem Wertesystem. Überzeugungen und Realisierungen die von eng stehenden Personen unbewusst übernommen worden sind.

H

Herzphobie: Unangemessene bedrohliche Angst vor einer drohenden Herzkrankheit, obgleich von ärztlicher Seite her organisch alles in Ordnung ist.

I

Induktion: Einleitung der Hypnose

Insomnie: Schlaflosigkeit

K

Katalepsie: Versteifung einzelner Muskeln, sowie ganzer Körperpartien, die durch Muskelanspannung entsteht.

Klaustrophobie: Übersteigerte Angst vor engen Räumen

Kleinhirn: (Cerebellum) steuert Gleichgewicht und Motorik

Kleptomanie: zwanghaftes Stehlen

Konditionierung: Nach Pawlow können natürlichen angeborenen Reflexen weitere Reflexe hinzugefügt werden.

Konfusion: In der Hypnotherapie versteht man darunter eine Tranceinduktion, die Verwirrung stiftet und deswegen das Versinken und das in Trance fallen unterstützt.

Kongruenz: Unbewusstes und bewusstes stimmen überein und zielen in die gleiche Richtung

Kontraindikationen: Hypnotherapie darf nicht angewandt werden bei Herzschwäche oder ausgeprägter Hypotonie (niedriger Blutdruck), bei hirnorganischen Beeinträchtigungen, zwanghaften oder schweren Persönlichkeitsstörungen, schweren Zwangskrankheiten und Geisteskrankheiten, bei psychotischen Zuständen (Manie, schizophrener Schub), bei starkem Alkoholkonsum, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch bzw. -einfluss, bei Schock, Hysterie.

Krankheitsgewinn: Der Vorteil der aus einer Krankheit resultieren kann.

L

Levitation: Schwerelosigkeit, schweben. Meist werden in der Hypnose einzelne Körperteile, oder der ganze Körper in Leichtigkeit versetzt.

Lernblockade: Ist die Unfähigkeit Zugriff auf das Lernpotential zu bekommen.  

Limbisches System: Ist vor allem für das triebhafte Verhalten und die Emotionen zuständig. Glückshormone werden dort ausgeschüttet.

M

Mesmersches Streichen: Hat eine Tranceinduzierende Wirkung. Die Hände des Therapeuten werden über den Klienten in der Luft gestrichen.

Metapher: Durch eine Metapher kann über Dinge gesprochen werden, ohne sie namentlich zu nennen. Meist geschieht das in Form von Geschichten, Witzen, oder Wortspielen.

Milton H. Erickson: Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton H. Erickson (1901 - 1980) ist der Erfinder der modernen Hypnotherapie.

P

Panikstörung: Gehören zu den Angststörungen, dabei werden die körperlich vegetativen Funktionen ängstlich beobachtet. Durch die permanente Konzentration auf die Regungen der Körperfunktionen kann es sein, das diese sich verselbstständigen und sich dann tatsächlich verstärken.

Parasympathikus: Der Parasympathikus und der Sympathikus sind die wichtigsten Teile des vegetativen Nervensystems. Der Parasympathikus steht für Entspannung und Regeneration.

Parästhesie: Kribbeln, Prickeln auf der Haut.

Posthypnotisches Verhalten: Reaktion auf eine posthypnotische Suggestion, die in der Trance gesprochen wird und die im Alltag wirken kann.

Posttraumatische Belastungsstörung: Tauchen Meist in der Form von Flashbacks auf nach einem Trauma oder auch später zeitlich verzögert.

Primärer Nutzen: Der Hauptnutzen einer Krankheit für den Klienten, damit er sich nicht mit einem Problem auseinander setzen muss.

Progressive Muskelentspannung: Entspannungstechnik nach Jacobson

Projektionen: Nicht akzeptierte eigene Antriebe werden bei anderen hinein projiziert und dann missachtet oder verurteilt.

R

Rapport: Ist die Verbindung zwischen Klienten und Therapeuten um in der Therapie positive Veränderungen geschehen lassen zu können.

Ressourcen: Das vorhandene und manchmal unterdrückte Potential eines Menschen um Ziele zu erreichen.

S

Schmerzmanagement: Halten Schmerzen trotz fachkundiger Behandlung über 6 Wochen an spricht man von chronischen Schmerzen. In der Hypnotherapie kann das Schmerzempfinden verändert und aus einer anderen Perspektive (disassoziiert) betrachtet und damit positiv beeinflusst werden.

Showhypnose: Dient zur Unterhaltung des Publikums. Menschen die „mitspielen“ und diese Grenzerfahrung machen wollen werden vom Showhypnotiseur ausgesucht um dann z.B. wie ein Hund zu bellen. Meiner Meinung nach hat die Showhypnose mit einer ernstzunehmenden wohlwollenden Therapieform in einem geschützten Rahmen nichts zu tun. Effekte wie die Kataleptische Brücke sind vielleicht beeindruckend, jedoch fragwürdig, da sie nicht das Wohlergehen des Klienten im Vordergrund sehen.
Somatisierungsstörung: Wechselnde am Körper befindliche Störungen über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren, die medizinisch nicht oder nur zum Teil auf eine Krankheit zurückzuführen sind.
Somatoforme Störungen: Intensives Beschäftigen mit Körperwahrnehmungen, die schnell beunruhigen und zum Arztbesuch führen.

Soziale Phobie: Übersteigerte Angst in der Öffentlichkeit oder im Mittelpunkt von Betrachtern zu stehen

Sympathikus: Der Parasympathikus und der Sympathikus sind die wichtigsten Teile des vegetativen Nervensystems. Der Sympathikus steht für Leistung und Arbeitsbereitschaft.

Synapse: Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen

Systemische Therapie: Jeder Einzelne wird in der Therapie als Symptomträger eines Systems verstanden.

T

Trance: In einen Entspannungszustand oder Alphazustand gleiten.

Trigger: Eine von außen kommende Auslösung eines Schalters.

U

Übertragung: Die unbewusste Verschiebung eines Affekts die von einem Menschen auf den anderen übertragen wird.

Unterbewusstes: Wenn ein Mensch von seinen nicht bewussten Motiven gelenkt wird und nicht von seinen bewussten.

Utilisieren: Ressourcen des Klienten umformen und für ihn nutzbar machen

V

Verdrängung: Ein Abwehrmechanismus

W

Wachhypnose: Ist ein erhöhter Zustand der Suggestibilität während der Sitzung in der der Klient die Augen öffnen kann und trotzdem in Trance bleibt.

Z

Zahnarztphobie: Übersteigerte Angst vor dem Zahnarzt, bzw. dem Zahnarzttermin.

Zähneknirschen: Meist nachts oder unbewusst tagsüber, kann zu lockeren Zähnen führen. Meist unbewusste Anspannung der Kiefermuskulatur und den Gesichtsmuskeln.